{"id":18695,"date":"2025-05-26T12:36:39","date_gmt":"2025-05-26T10:36:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pfarregersthof.at\/komm\/?page_id=18695"},"modified":"2025-05-26T12:37:28","modified_gmt":"2025-05-26T10:37:28","slug":"pfarrfest-6-sonntag-osterzeit-25-5-2025-pfr-p-arkadiusz","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.pfarregersthof.at\/komm\/pfarrfest-6-sonntag-osterzeit-25-5-2025-pfr-p-arkadiusz\/","title":{"rendered":"Pfarrfest, 6. Sonntag Osterzeit (25.5.2025), Pfr. P. Arkadiusz"},"content":{"rendered":"\n<p>(An diesem Gottesdienst war die Lesung aus der <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/EU\/Apostelgeschichte15\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Apostelgeschichte 15, 1-2 + 22-29<\/a> und das <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/EU\/Johannes14%2C23\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Evangelium nach Johannes 14, 23-29<\/a>.)<\/p>\n<p>Liebe Schwestern und Br\u00fcder, <br>im heutigen Evangelium haben wir vor Kurzem geh\u00f6rt: \u201eWenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten; mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und bei ihm Wohnung nehmen \u2026 Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe \u2026 Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht, wie die Welt ihn gibt, gebe ich ihn euch.\u201c<\/p>\n<p>Was sagt uns das in der Pfarre Gersthof an diesem besonders festlichem Tag, was aber f\u00fcr alle anderen Tage genauso gilt und immer, nicht nur an Festtagen wichtig ist? Alle sind herzlich eingeladen und niemand soll sich ausgeschlossen f\u00fchlen. In einer christlichen Gemeinde, die Christus liebt und sein Wort h\u00e4lt und die von seinem Vater geliebt wird, gibt es immer einen Platz f\u00fcr alle, sowohl f\u00fcr die, die sich gut verstehen und in der Zusammenarbeit keine Schwierigkeiten haben, als auch f\u00fcr die, die sich in Denken, Meinungen, Orientierungen, Sensibilit\u00e4t unterscheiden. Auf einer Gemeinde, die Gott liebt, zu der Gott Vater und Gott Sohn kommen und bei ihr Wohnung nehmen, ruht immer der Geist der Einheit, des Verzeihens und des Vertrauens, ein Geist, der f\u00fcr alle m\u00f6glichen Unterscheidungen und Vielfalt ein gemeinsames Fundament legt: die Liebe Gottes und die des N\u00e4chsten.<\/p>\n<p>Deshalb sind wir den Mitgliedern unseres Liturgieausschusses sehr dankbar, dass sie f\u00fcr diese Messe das Hochgebet \u201eFrieden\u201c ausgew\u00e4hlt haben und dass wir damit gemeinsam um diesen Frieden beten k\u00f6nnen, den uns nur Gott geben kann und den er anders gibt als diese Welt. Denn die Welt, in der wir leben, ist keine heile Welt. Sie ist voller Sehnsucht nach Heil und Frieden. Sie ist voller Unruhe, Unverst\u00e4ndnis, Manipulation, voller Egoismus und Verachtung. Die Konfliktsituation, von der die Lesung aus der Apostelgeschichte erz\u00e4hlt, ist in unseren Zeiten hochaktuell. Nach \u00fcber zwei Tausend Jahren des Christentums m\u00fcssen wir leider sagen, dass das, was jetzt passiert, auch in christlichen Gemeinden viel dramatischer ist als fr\u00fcher.<\/p>\n<p>Damals lautete die Konfliktfrage: Was ist tats\u00e4chlich christlich und was nicht? Die konkrete Frage damals war, ob Menschen, die als Christen leben wollen, ohne zuvor Juden gewesen zu sein, die Regeln des j\u00fcdischen Glaubens einhalten m\u00fcssen oder nicht. Und die Antwort, die eingeleitet wird mit \u201eDer Heilige Geist und wir haben beschlossen \u2026\u201c lautet vereinfacht gesagt: \u201eNein, es gibt ein paar wenige Regeln, ja, aber es geht wirklich nicht darum, euch, liebe christlichen Geschwister, Lasten aufzulegen.\u201c Gott hat uns zur Freiheit erschaffen und in Jesus Christus zu dieser Freiheit erl\u00f6st. In dieser Freiheit k\u00f6nnen wir uns t\u00e4glich neu, ohne Zwang, sondern aus uns heraus f\u00fcr die Option der Liebe entscheiden.<\/p>\n<p>Die Grundfrage &#8222;Was ist tats\u00e4chlich christlich, was nicht?&#8220; war damals leicht zu beantworten. Heute ist dieselbe Frage oder eine \u00e4hnliche &#8222;Worauf kommt es an bei einem Leben als Christ oder Christin in der Nachfolge Jesu?&#8220; schon sehr schwierig im Konkreten zu beantworten und noch viel schwieriger zu realisieren, weil es oft an der christlichen F\u00e4higkeit zu Verzicht und Hingabe fehlt, wie auch die Kompromissf\u00e4higkeit oder gegenseitige Wertsch\u00e4tzung, die Friedens- und Verzeihenseinstellung, und die Begabung, den anderen dankbar zu sein f\u00fcr dass, was sie machen, auch wenn es uns scheint oder wir denken, dass wir es besser als sie gemacht h\u00e4tten.<\/p>\n<p>A propos: \u201ewir\u201c. Ich habe immer gedacht, dass \u201ewir\u201c besser ist als \u201eich\u201c, wenn es um die Gemeinschaft geht, was auch bedeutet: an die anderen zu denken, sie immer zu ber\u00fccksichtigen und ihre Meinung zu sch\u00e4tzen. Und grunds\u00e4tzlich stimmt es. Es gibt aber ein \u201ewir\u201c im Sinne \u201enur wir\u201c, was dem christlichen \u201ewir und der Heilige Geist\u201c \u00fcberhaupt nicht entspricht. Und noch ein Gedanke dazu: Was uns als christlichen Gemeinden wirklich schaden kann, sind nicht die externen Feinde, sondern diese inneren, die ich schon erw\u00e4hnt habe, auch in Form von fehlenden F\u00e4higkeiten.<\/p>\n<p>Beten wir in diesem Pfarrfest darum, dass wir und alle Menschen sensibel werden daf\u00fcr, wo Gottes Geist wirkt und uns anr\u00fchrt, damit dieser Geist in allen Menschen die tiefste Sehnsucht nach Liebe und Frieden weckt, damit wir von unserer Hoffnung sprechen k\u00f6nnen und erkennen, wo wir gefragt sind mit unserem Erbarmen und unserer Liebe zu den Menschen und dieser uns anvertrauten Welt. <br>Amen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(An diesem Gottesdienst war die Lesung aus der Apostelgeschichte 15, 1-2 + 22-29 und das Evangelium nach Johannes 14, 23-29.) 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