Am Sonntag, den 20. September, haben wir den ersten Familiengottesdienst des neuen Schul- bzw. Kindergartenjahres inklusive einer Fahrrad-, Kinderwagen- und Rollersegnung gefeiert.
“Alle sind willkommen”, das war das heutige Thema. Wir alle fühlen uns manchmal allein oder fehl am Platz; manchmal hingegen lassen wir selbst andere nicht hinein oder lassen sie spüren, dass wir sie nicht da haben möchten. Gott aber hat immer Platz für uns – und zwar für jede und jeden. Für die, die schon lange in der Pfarre sind und sich in der Kirche vielleicht gut auskennen, und für die, die vielleicht heute zum ersten Mal im Gottesdienst waren.
Symbol dafür war ein Tor, das im Mittelgang aufgestellt wurde: Dieses haben die Firmlinge letztes Jahr selbst gebaut, um bei ihrer Firmung dann durchzugehen. Heute war es offen für alle! Die Taufkinder seit Ostern (mit ihren Eltern), die Erstkommunionskinder und die heurigen Firmlinge wurden eingeladen, durch das Tor zu gehen und ihre Taufkerzen an der Osterkerze anzuzünden.
Das Thema spiegelte sich sowohl in der Lesung als auch im Evangelium wider: Die Lesung handelte von einer Wirtin, die alle, die Herberge suchen, einlässt – egal, wie spät es schon ist. Das Evangelium erzählte heute das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg (Matthäus 20, 1-16), bei der alle Arbeiter den gleichen Lohn erhalten, die Letzten genauso viel wie die Ersten. Beide Geschichten machten deutlich, dass wir willkommen sind bei Gott: Sie liebt uns, ganz unabhängig von unserer Leistung. Wir sind wertvoll, so wie wir sind. Wir haben unseren Platz.
Natürlich durfte auch Tjakko, unser kuscheliger blauer Freund, der uns in einem kurzen Gespräch mit Pastoralassistent Arthur in seinen Worten den Inhalt des Familiengottesdiensts nochmal zusammenfasst, nicht fehlen. Passend zur Radsegnung trug er heute einen Radhelm – er kam etwas zu spät, aber gerade noch rechtzeitig zu seinem Lieblingslied “Gottes Liebe ist so wunderbar”. Denn auch der Familienchor ist zurück aus der Sommerpause und hat mit Familiengottesdienst-Klassikern wie “Einfach spitze, dass du da bist” und “Halleluja, klatschet in die Hände” und eben “Gottes Liebe ist so wunderbar” für Schwung und gute Stimmung in der Kirche gesorgt.
Die Erzdiözese Wien hat auch heuer zum “Radln in die Kirche”-Sonntag aufgerufen. Der Aktionstag fällt mitten in die ökumenische Schöpfungszeit (1. September bis 4. Oktober) der katholischen und der evangelischenKirchen Österreichs. Er erinnert uns daran, dass wir aufgerufen sind, die Schöpfung zu bewahren und zu erhalten, sodass auch zukünftige Generationen von ihren Ressourcen leben können. Ganz konkret schrieb dazu auch Papst Franziskus in seiner Enzyklika “Laudato Si”, wenn er davon spricht, dass der Autoverkehr in den Städten eine große Belastung darstellt und es Alternativen braucht. In die Kirche zu radeln, lässt uns den großen Aufruf zur Schöpfungsbewahrung im Kleinen spüren und sich als Teil einer “bewegten Kirche” zu erleben. In diesem Sinne wurden alle Fahrräder, Roller und auch Kinderwagen, die als “fahrbarer Untersatz” gedient haben, nach der Messe vor der Pfarrkirche von Pater Marcin gesegnet.
Bei strahlendem Herbstwetter konnte man sich bei einer Agape mit Kaffee und Kuchen stärken und noch ein bisschen plaudern. Alle waren willkommen!
Nächste Termine für den Familiengottesdienst: 18.10., 29.11.
Valerie
Fotos: Mitglieder der Pfarrgemeinde

