Schreiben von Kardinal Schönborn an die Pfarrgemeinde Gersthof (19.5.2020)

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Bitte nehmen Sie folgenden Brief von Kardinal Schönborn zur Kenntnis. (Auch als PDF verfügbar.)

D.I. Bernhard Schleser
Stv. Vorsitzender des Pfarrgemeinderates
Gersthof, am 19. Mai 2020


 Stellungnahme von Pfarrer Norbert:

Diese „neue“ Situation hat mir brieflich Kardinal Schönborn mitgeteilt. Das mit 3. Februar datierte Schreiben hat mich allerdings erst am 22. April erreicht. Telefonisch hat er am 29. April sein Vorhaben wiederholt.
Wenn ich auch Pensionist sein werde, will ich dennoch als Priester zu Diensten in Liebe und Dankbarkeit bereit sein und bleiben (Näheres folgt).
Noch gerne aktiv dankt und grüßt
Pfarrer Norbert


44 Kommentare

  1. Die Gemeind Gersthof, zu der ich mich immer mehr als gern gezählt habe, sollte so sicher nicht behandelt werden. Selbstverständlich wird Pfarrer Norbert nicht ewig bleiben können, aber die Gemeinde hat ein Recht auf eine faire Behandlung. Es kann der Erzdiözöse ja nicht verborgen geblieben sein, dass wegen der „Corona“ Kriese so gut wie alle Termine in den Herbst verschoben werden mussten. Es ist daher umso unverständlicher, dass man die Kommunionkinder und ihre Eltern sowie die FirmkandidatInnen jetzt bestraft indem man ihnen einen anderen Pfarre für ihre Feste vosetzt. Sie haben die Vorbereitungen auf ihre Feiern mit Pfarrer Norbert und seinem Team gemacht und werden sich absolut enttäuscht.
    Es wäre sicher ein Leichtes gewesen Pfarrer Nobert am Ende des Kirchenjahres zu verabschieden, was wohl auch die Gemeinde gern gesehen hätte.
    So bleibt einfach eine ganz schlechte Erfahrung mit der Obrigkeit (nicht in Jesu Sinn) und vor allem eine miese Erfahrung mit Teilen der Kirche für ihr weiteres Leben. Austritte verwundern mich deshalb schon länger nicht mehr.

  2. Liebe Bicas, lieber Gregor: Es ist euch hoch anzurechnen, dass ihr nun zur Ehrenrettung unseres Pfarrer Norberts ausrückt, allerdings auch etwas unerwartet, bedenkt man eure jahrzehntelange Vorgeschichte in der Pfarre und die Tatsache, dass ihr mit den Hauptdarstellern dieses tragikomischen Dramas – dass sich nunmehr seit Jahren um die anstehende Pensionierung von Pfarrer Norbert abspielt – sicher nicht immer nur in tiefer und inniger Freundschaft verbunden wart.

    Aber was soll’s, das Gestern ist Geschichte, das Morgen nur Gerüchte, Leben müssen wir in der Gegenwart und in der sehe ich nur dieses: Wir haben einen gültigen Schrieb des Kardinals am Tisch liegen, Pfarrer Norbert geht mit 31.August in den Ruhestand.

    Und dieses hier ist jetzt auch mal als Kritik zu verstehen:

    Es ist beschämend wie in der Pfarre Gersthof durch das ewige Gezerre um Pfarrer Norbert und die verzweifelten Versuche eine Realität des letzten Jahrhunderts aufrechtzuerhalten, die sowieso schon lange nicht mehr existiert, die Pfarre selber an die Wand gefahren wird:

    Statt von Anfang an eine tragende Rolle im Neugestaltungsprozess der Pfarren zu übernehmen, den Entwicklungsraum Währing zu einem Musterbeispiel des „Wie Kann es Gehen“ für den Rest der Erzdiözese zu machen, wurde von Anfang an jeder Versuch einer Integration in die Neuaufstellung der Pfarren blockiert.

    Pfarrer Norbert hat sein 75. Lebensjahr lange hinter sich, hat in den letzten Jahren viele Anzeichen von Amtsmüdigkeit gezeigt, sich viele Schnitzer erlaubt, von denen das Lesen einer Eucharistiefeier mit einer evangelischen Priesterin nur ein unrühmlicher Tiefpunkt von Zahllosen war, um mal ein Beispiel herauszugreifen, hatte aber auch gleichzeitig mit dem pastoralen Dekanatsrat, seinem erarbeiteten Rang und Ansehen und der Stellung als damaliger Dekan des 18. Bezirks alle Trümpfe in der Hand, Gersthof eine Vorreiterrolle in der Neuausrichtung der Erzdiözese Wien zu verschaffen. Das Alles wurde leichtsinnig von ihm und seinen zugegebenermaßen oft unfähigen Souffleusen und Souffleuren verspielt in der vergeblichen von Trotz motivierten Hoffnung bis Sankt Nimmerlein Pfarrer bleiben zu können, um….den ganzen Rest kennen sowieso alle, dies wissen müssen….wir wollen ja nicht noch mehr Porzellan zerschlagen.

    Just my coppers

    • Der nächste Held der Anonymität – vermutlich ein Heckenschütze aus vergangenen Tagen – das Feine an Kirche ist auch Versöhnung! Da haben Gerda – Norbert und wir gemerkt, wie es ist, wenn man ausgespielt wird, auf Märchenerzählungen Dritter hereinfällt und anstatt zu kommunizieren und das direkt auszusprechen, sich verleiten lässt – uns ist das passiert, wir haben das aufgearbeitet. Ja, vieles was damals Kritikpunkt war, wurde von Gerda als auch Norbert aufgenommen – wir haben beide gelernt! Wir haben miteinander Frieden geschlossen!

      Ich finde das nun extrem schäbig von Ihnen – wer auch immer Sie sind – dies nun so in diese Diskussion reinzuwerfen, mit Kalauern die 20(!!!!!!) Jahre her sind…..

      Falls es Ihnen nicht bewusst ist: Ich habe jahrelang mit Gerda und Norbert positiv und engagiert in der Firmvorbereitung gearbeitet (mit Nora, und und und). Mein Vater macht gemeinsam mit Gerda und Norbert Ökumene – etwas das in Weinhaus minimal und klein geschrieben ist, sowie den mittlerweile beliebten Donnerstagtreff einmal im Monat!

      Wenn wir – die damals Betroffenen – das abgeschlossen haben, steht es überhaupt niemanden anderen zu, das wieder aufzuwärmen! Es gab genügend Heckenschützen, die versucht haben, unseren Frieden zu zerstören, jedoch machten wir einen entscheidenden Fehler nicht mehr: Wir haben nicht vergessen, Gerüchte sofort anzusprechen und wussten immer wieder, dass es noch Gruppen gibt, die diesen Konflikt gerne gesehen hätten….. Die Freude machen wir seit 20(!!!!!) Jahren niemanden mehr…… Es wird auch Ihnen nicht gelingen – aber dieser jämmerliche Anpatzversuch aus der Anoynmität heraus, ist – bei allem Respekt – einfach nur widerlich!

      Das Bild was Sie von Gersthof beschreiben, ist eine Pfarre, die nicht im 21.Jh angekommen ist, wo sichtlich nichts funktioniert – da lebe ich offenbar woanders!

      Viel Spaß mit dem polish way of christianity! Die Leere wird einkehren…..

      • @Gregor: Ob du mich nun einen Heckenschützen, anonymen Internethelden oder Anpatzer nennst, ist mir völlig egal. Die Verfehlungen und Schnitzer von Pfarrer Norbert sind nun einmal eine Sammlung aus mehr als vierzig Jahren, weil er eben schon solange da ist und im Übrigen der von mir angesprochene Tiefpunkt mit der evangelischen Priesterin gemeinsam eine Eucharistiefeier abzuhalten beruht auf der segensreichen ökumenischen Arbeit deines lieben Herrn Vaters, etwas, dass dem guten Norbert damals viele Minuspunkte eingebracht hat – im speziellen in der Diözese – und nur ein Meilenstein von vielen in die heutige jammervolle Situation war.

        Von den persönlichen Karlauern mal abgesehen von denen ich mehr als genug aus vierzig Jahren auf Lager hätte, hier einmal noch ein anderer Gedankengang für dich:

        Du plusterst dich gerne hier auf und sprichst von den zahlreichen Kirchenaustritten, die folgen sollen…auf die Idee einmal darüber nachzudenken, dass gerade die Kirchenaustritte und die schwindende Anzahl der Gläubigen in Wien den Grundstein für die Notwendigkeit der Verschlankung der Strukturen der Diözese und die damit geborene Idee der Pfarrentwicklungsräume gelegt haben, kommst du anscheinend nicht.

        Bereit wie eh und je die Dinge in Gang zu setzen, aber genauso unfähig wie immer sie zu Ende zu denken, krakälerst du gegen das Unvermeidliche.

        Übrig bleiben wird eine geschwächte Pfarre, die das nehmen muss, was der Entwicklungsraum Währing ihr lassen wird und das ist auch der entscheidende Fehler, den die Hauptakteure in Gersthof gemacht haben: Statt das Ruder frühzeitig in die Hand zu nehmen und die zahlreichen gut funktionierenden Muster aus Gersthof in den ohnehin Realität werdenden Entwicklungsraum einfliessen zu lassen, haben die Verantwortlichen beschlossen lieber den Kopf in den Sand zu stecken, sich einzukasteln und einen auf Trutzburg zu machen. Wieviele Male hat man sich in der Erzdiözese mit diversen „Konzepten“ kalte Füsse geholt? Wie oft mit dem sinnlosen Geplänkel wertvolle Zeit verstreichen lassen?

        Und lieber Gregor als gelernter Gersthofer weis ich mit Sicherheit eines: Das Herz von Norbert und Gerda schlägt solang für dich, solang du brav im Takt marschierst und alles nachbetest. Wer eine andere Meinung hat ist in Gersthof noch nie alt geworden oder wird gern untern Teppich gekehrt. Und darüber kann ich dir Karlauer erzählen, bis du 100 bist, den in vierzig Jahren sind da eine Menge zusammengekommen.

        • Sehr mutig – 1.) Sprechen Sie mich per Sie an, wir sind nicht per Du
          2.) Wenn Sie mutig sind, legen Sie offen, wer Sie sind

          Ich krakäler nicht – der entscheidende Fehler ist eine Struktur, die nicht funktioniert. Die Kirchenaustritte sind Resultat einer vollkommen verfehlten Agitation der ED Wien und einer Reform, die den Namen nicht verträgt.

          Nochmals: ich wurde weder von Gerda, noch Norbert zu irgendetwas angestachelt, oder laufe im Gleichschritt, oder im Takt. Ich lebe meinen Takt selber, das habe ich als erfolgreicher Unternehmer nicht notwendig!

          Was mich interessieren würde: welche Messe / ökumenische Veranstaltung meinen Sie denn, wo Sie sich so empören….. In ihren Augen ist moderne, gelebte Ökumene eine Sünde – wieso sehen Sie das nicht als Chance?

  3. Lieber Gregor…fällt es dir nicht auf dass du anscheinend als Alleinunterhalter engagiert bist und der Realität nicht in die Auegen siehst und nur dazu benutzt wirst um Unfreiden zu stiften und unsere Gemeinde zu stören.???? Wäre es nicht besser wenn du schon aus der Kirche ausgetreten bist dich zurückzuhalten!!!!

    • Wilfried:
      Wozu ich mich äußere, entscheide ich selber. Falls es dir nicht auffällt, gibt es massive Gegenstimmen in der Pfarre und Widerstand….. hier gibt es ein paar Internethelden…..

      ich halte meine Klappe nicht! Keiner instrumentalisiert mich – das nimmst du sofort zurück! Diskussion gerne, deine Unterstellung kannst dir behalten!

  4. Das Übernehmen eines Dienstes schließt das Abgeben des Dienstes mit ein. Und im Loslassen zeigt sich für mich die Reife eines Menschen.

    Ich als Mitglied der Pfarre freue mich auf die neue Konstellation, sie bietet auch eine Chance, verkrustete Strukturen aufzubrechen.

    • Darf ich fragen, was Sie konkret als verkrustete Struktur in Gersthof bezeichnen?

      Der Gegenpunkt, Hr Lorenz, ist aber auch: Im Abschied nehmen bzw nehmen lassen, erkennt man auch einen Charakter….. Ihr Argument kann man durchaus von zwei Seiten beleuchten…..

  5. „LOSLASSEN“ lernen von Jesus!
    Auch der Schritt in den dauernden Ruhestand ist ein „LOSLASSEN“ von vielen Dingen die man gerne tat, die einem Freude machten. Auch ich musste das lernen, das „LOSLASSEN“ als ich in Pension ging.
    Das ganze Leben ist ein Lernen LOSZULASSEN. Und jeder der Kinder hat, weiß es, dass es nicht immer leicht ist, die Kinder loszulassen in ihre eigene Welt. Wir Eltern haben kein Recht unseren Kindern ihre eigene Welt vorzuenthalten.
    So müssen wir in unserem Leben Schritt für Schritt lernen LOSZULASSEN. Sei es die eigenen Eltern, der Verlust der Arbeit und, die Spannkraft der Jugendzeit, und, und …… bis eben auch der dauernde Ruhestand uns liebgewordenes aus den Händen nimmt.
    Die vielen kleinen und großen LOSLASSUNGEN lehren uns, jeden von uns, das einmal kommende, endgültige LOSLASSEN.
    Darum lernt von Jesus, das Loslassen. Im Evangelium des kommenden Sonntag, im „Hohepriesterlichen“ Gebet Jesu, in seinem „Geistlichen Testament“ spricht Jesus zu seinem Vater:
    „Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir gegeben hast. Sie gehören dir“.
    In diesem Gebet für die „Seinen“ sagt Jesus etwas, das wir alle in unserem Leben lernen müssen, ob wir wollen oder nicht, das LOSLASSEN.
    Jesus betet zu seinem Vater für alle, die der Vater im gegeben hat: „Denn sie gehören dir“.
    Das LOSLASSEN kann schwer und schmerzlich sein. Aber es ist auch befreiend. Jesus hat uns selbst diesen Weg vorgezeigt. Und er betet für uns, dass es auch uns gelingen möge, das LOSLASSEN.
    Diakon Toni Hecht

    • Loslassen – das ist aber meine alleinige Entscheidung, wann ich das mache, unter der Grundbedingung, dass ich geistig noch dicht und voll zurechnungsfähig bin…..

      Wann ich loslasse, dass darf ich als mündiger Christ selber entscheiden! Der liebe Herrgott gab uns dazu die Kraft…..

  6. Lebendige Gemeinde zu sein hängt nicht nur von der Leitung ab, sondern in erster Linie von der Spiritualität und Glaubens-tiefe jedes einzelnen und dem entsprechenden Engagement daraus. Für wen sind wir denn Christinnen und Christen??!!!

    • Liebe Ulli,

      Wir sind viele Jahre gemeinsam nach Gersthof gehatscht – daher weiß ich, dass wir im Grundsatz nicht so weit voneinander entfernt sind, da gabs ja fröhliche – interessante Wegstrecken miteinander….. einmal war der Weg Gries – Rohr im Gebirge dabei…..

      Ich gebe dir Recht, dass es eine spirituelle Kraft benötigt, etwas zu entwicklen. Jedoch bedarf es IMMER einem Leithammel, der das a) fördert und b) zulässt. Wenn ich mir die fröhlich-gähnende Leere der Kirche in Weinhaus, St Severin, etc ansehe, muss ich zu dem Schluss kommen, dass eine entsprechende Führung notwendig ist.

      Eine Führung die einen erweiternden Horizont an Glaubensfülle zulässt, auch wenn das nicht den engsten Idealen unserer polnischen Mitbrüder entspricht, ist unabdingbar notwendig. Ich leide im Triestingtal unter den Fluhms, die in ihren Ansichten weit vor dem 2.Vatikanum sind. Als internationaler Unternehmer habe ich Mitarbeiter in Polen, wo ich weiss, aus regelmäßigen Erleben, dass das Frauenbild, der gelebte Glaube, etc einfach nicht kompatibel ist, mit dem, was wir die letzten Jahrzehnte lebten.

      Zb: ich finde die neuen Texte „und mit dir“, „Herr, ich bin nicht vollkommen……“ sind ein starkes, positives Zeichen für gelebten Glauben…… das wird das erste sein, das wieder weggenommen wird…..

      Ich möchte diese Weiterentwicklung der Liturgie keineswegs missen – aber ich wette darum: Wir werden uns alle sehr bald nach der alten Normalität sehnen, die neue Normalität wird die Kirche genauso ausleeren, wie es in Weinhaus und St Severin der Fall ist….. und da kenn ich viele viele Geschichten. Polnische Geistliche und unsere Pfarre sind zwei miteinander nicht kommunizierende Gefässe. Mit Schaudern erinnere ich mich an eine Predigt von Hrn Dr Zakreta, wo er sinngemäß sagte: Nur wer ins Kloster geht und enthaltsam lebt, ist ein guter Christ. Ich kann mich noch erinnern, was für ein Raunen durch unsere Kirche ging…… Es ist NICHT kompatibel……

      Die Austritte werden explodieren – da könnt ihr euch sicher sein!

      • Wenn die Passage in der Predigt von DR.Zakreta stimmt, nur wer ins Kloster geht und enthaltsam lebt, ein guter Christ sei, möge er mir das genau erklären! Meine Freundschaft mit Nonnen ,als auch „heiligmäßigen Laien“ erlaubt mir doch viel Erfahrung zu diesem Thema zu sammeln!
        Jedenfalls ist ein sehr trauriges Kapitel Gersthof aufgeschlagen und das Chaos scheint irreparabel!

  7. Ein paar Sachen sind mir unklar in Ihren Ausführungen
    Lieber Heinrich,
    Die Pfarre bleibt doch eigenständig (Siehe auch die Info, dass Gersthof eine eigene Pfarre bleiben darf – genau das wurde von 88% der Gemeindemitglieder gewünscht)? Wieso nehmen Sie an, dass durch einen Priesterwechsel automatisch die Eigenständigkeit nur noch eine Frage der Zeit ist?
    Wieso durch die Hintertüre? Pfr. Norbert hat doch schon beim Gemeindeabend im Jänner angekündigt, dass seine Amtszeit als Pfarrer von Gersthof im August zu Ende sein wird (dies sogar nach einer Verlängerung seiner Amtszeit?). Der Nachfolger als Pfarrer wird klarerweise von der Erzdiözese bestimmt.
    Lieber Clemens,
    Wieso wird durch einen Priesterwechsel die lebendige Pfarre, werden die gewachsenen Strukturen zerstört? Die handelnden Personen sind doch vorher und nachher dieselben? Das Engagement von Christen in Gersthof wird doch dadurch nicht unterbunden?
    Darf ich Sie bitten Ihre Sicht des Amtsverständnisses ein bisschen zu erläutern?

    • Da muss man nur mitdenken – dann sieht man es eigentlich sehr schnell, aber ich helfe gerne.
      Weinhaus bekommt „nur“ einen Moderator, keinen Pfarrer mehr – der Dechant kommt nach Gersthof und damit ist die Einführung durch die Hintertüre erledigt. Pfr. Norbert hat vor allem nach der Abstimmung, als das Ergebnis klar war, eindeutig artikuliert: Ich gehe nicht in Pension – das wurde unter tosendem Applaus der Pfarrgemeinde bestätigt. Warum darf er denn als Priester keine Messe mehr lesen in Gersthof? Es kann ihm ja niemand verbieten, dass seine Pension dazu nützt, Messen in Gersthof zu lesen – nur das wurde ihm untersagt….. Und damit – viel Spaß beim Studieren des Kirchenrechts, das war nämlich auch Inhalt einer Stellungnahme im Jänner des international anerkannten Rechtsexperten Dr. Heribert Köck, der klar ausführte, dass es nach Kirchenrecht klar ist, dass man einen PRiester, der nicht in Pension gehen will, nicht einfach wegschieben kann….. Schauen Sie sich das Video an, dann sehen sie mittendrin seine Aussage, auf Ton und Bildspur festgehalten.

      Verstecken Sie sich nicht hinter der Anonymität des Internet…… Ich schreibe mit meinem echten Namen – das machen Sie nicht. Nicht sehr mutig.

      • Lieber Gregor,
        wie (und unter welchem Namen) ich mit Ihnen kommuniziere darf bitte meine Sorge sein. Seien Sie versichert, dass ich einer ernsten Diskussion offen bin.

        Nochmal meine Frage, woher wissen Sie, dass er keine Messe mehr lesen darf in Gersthof? Woher haben Sie diese Insiderinfos? Das ist doch eine Sache zwischen Pfarrer Norbert und P. Arkadiusz.
        Auf meine Argumentation zur Hintertür sind Sie gar nicht eingegangen als nocheinmal: warum Hintertür?

        Zur Pension: warum gab es dann das Abkommen zwischen Pfarrer Norbert und Kardinal Schönborn (das er selber auch oft erwähnt und zitiert hat)

        • Ich weiss es eben, akzeptieren Sie es!
          Das laufen Gespräche, genügend Gespräche und ich kenne deren Inhalte – möglicherweise wird der Zuständige, der mir diese Inhalte anvertraute, es selber verlautbaren NACH den jeweiligen Messen am kommenden Wochenende.

          Achja – ich habe mich bei Dechant Arkadiusz vertippt – danke für den Hinweis, der Fehler ist mir erst nach dem Xten Male lesen aufgefallen!

          Da Sie offenbar keinerlei Mut haben, zu Ihrer Aussage und Meinung öffentlich zu stehen, war das nun tatsächlich meine letzte Antwort an Sie – weil entweder hat man was zu sagen, dann steht man dazu! Wenn das nicht der Fall ist, gratulation zur Verleihung des Ordens „Hero of Internet“ – Sarkasmus damit beendet.

          • Lieber Gregor,
            Das Wissen um diese Insiderinfos freut mich einerseits für Sie, anderseits nimmt es uns die Grundlage hier zu diskutieren. Ich bezweifle, dass es innerhalb der kurzen Zeit, seit der Brief des Erzbischofs hier veröffentlicht wurde, die Möglichkeit zu Gesprächen gegeben hat.

            Ich stehe zu meinen Aussagen, auch wenn ich nicht meinen Namen nenne. Sie haben mir nur leider meine Frage nicht beantwortet, warum Sie meinen Namen unbedingt haben wollen.

            Wollen Sie mich um meiner Meinung willen öffentlich zur Rede stellen? Weil sonst sehe ich keine Notwendigkeit Ihnen meinen Namen zu nennen. (Zumal ich Sie nicht kenne und Sie mich vermutlich auch nicht)

            Abgesehen davon, dass dies hier massiv Off-Topic ist, schlage ich vor wieder zum Thema zurückzukehren. Einige meiner Fragen haben Sie nämlich noch nicht beantwortet.

            Eine Diskussion nur anhand der Nichtexistenz eines Namens zu beenden wundert mich doch

    • Sg Fr / Hr / Es M / Key – was auch immer (Ob Sie Kirchgängerin oder doch Besucher sind – wer weiss es schon, Sie bekennen sich ja nicht, wer Sie sind)
      Da Sie zu Ihrer Meinung offenbar nicht bereit sind zu stehen, würde ich der Höflichkeit halber ersuchen, dass Sie mich mit Hr und meinem Nachnamen ansprechen – ob Sie meine Titel ebenfalls verwenden, das überlasse ich ihrer blühenden Internetphantasie…
      Mit vorzüglicher Hochachtung
      HR i.R. Dr. Heinrich Bica

      • Lieber Hr. Dr. Bica,
        wenn das für Sie zu einer konstruktiven Diskussion unter christlichen Brüdern und Schwestern dazugehört, dann werde ich dem gerne stattgeben.

        Wie auch schon an Gregor geschrieben darf ich trotzdem fragen: warum brauchen Sie in einer sachlichen Diskussion unbedingt meinen Namen? Wollen Sie mich öffentlich zur Rede stellen?

        Auf meine Fragen zu Ihrem ursprünglichen Post sind Sie leider nicht eingegangen. Vielleicht wollen wir uns wieder den ursprünglichen Themen zuwenden?

  8. Wir nehmen den Brief freudig strahlend entgegen, es beglückt mich zu wissen, dass 88% der Wähler der legalen, korrekten Befragung aus Jänner 2020 nun hinters Licht geführt werden. Man wählte Eigenständigkeit, und bekommt aus Dankbarkeit der ED Wien die Einbindung in den Pfarrverband Neu durch die Hintertüre. (Ironiemodus aus)

    Das zeigt 2 Dinge: 1) eine offene, freundschaftliche Verhandlungsbasis wurde mit diesem Brief elegant zerstört; 2) Unsere geliebte Pfarre wird bald nicht mehr sein

    Betrüblich nehme ich zu Kenntnis, dass die vielen Erstkommunionkinder, die unseren Pfarrer Norbert lieben, nun doppelt bestraft werden! Einerseits, dass alles verschoben werden musste, der große Tag ob Covid19 nicht plangemäß stattfinden konnte, andererseits dass es nicht mit Pfr Norbert sein darf, weil der Dechant von Währing das aufgrund von sonderbaren Entscheidungsgrundlagen verweigert – eigentlich sollte das gemeinsame Ganze im Vordergrund stehen! Diese Kinder freuen sich auf ihr Fest mit Pfarrer Norbert, die haben nichts angestellt. Warum zieht man Sie in diesen politischen Konflikt auf Kirchenleitungsebene hinein?

    Falls Dechant Aradiusz hier mitliest: Barmherzigkeit beginnt bei und für die Kleinsten….. diese sind unsere Zukunft!

    Auf die üblichen Hashtags moderner Kommunikation verzichte ich diesmal.

    • Lieber Gregor,
      man bekam die Eigenständigkeit der Pfarre so wie sie gewünscht wurde. Bitte keine Fakten verdrehen. Erstens gibt es keinen Pfarrverband Neu (dieses Konstrukt gibt es nicht) und außerdem muss die Pfarre Gersthof einer noch zu bildenden Pfarre mit Teilgemeinden NICHT beitreten.
      Zur Hintertür habe ich in einem anderen Kommentar schon geschrieben.
      Erläutern Sie bitte, warum die Pfarre Gersthof bald nicht mehr sein wird?
      Auf Basis welcher Entscheidung wissen Sie, dass der Dechant von Währing dies verweigert?
      Auch wenn man offensichtlich gegen den Dechant eingestellt ist, die richtige Schreibweise von Namen – in diesem Fall Arkadiusz – kann doch möglich sein, meinen Sie nicht?

      • Sorry, aber mit Anonymen IRGENDWENS kommuniziere ich nicht….
        Nachdem Sie nicht den Mut haben, sich hier namentlich zu äußern, geht sichtlich unter dem Decknamen der Anonymität alles …..

        • Lieber Gregor,
          im Internet ist es normaler Usus keine Klarnamen zu verwenden. Warum wollen Sie daher unbedingt meinen Namen?
          Ich bin eine gewöhnliche Gottesdienstbesucherin und möchte dies auch bleiben.
          Interessiert bin ich an einer sachlichen Diskussion mit Ihnen über das Thema dieses Artikels. Warum verweigern Sie mir das?

  9. Mit diesem Schreiben des Kardinals ist eines klar: Die Wünsche nach lebendiger Pfarre an der Basis ist dem Kardinal vollkommen egal. Seine bewusste Zerstörung von gewachsenen Strukturen stellt sein Wirken im Amt des Erzbischofs von Wien auf die selbe Stufe wie die seines direkten Vorgängers in diesem Amt und ist von der Wirkung her derselbe K.O. Schlag ins Gesicht eines engagierten Christen wie die Affäre Groer.

    Vom Ambo wird gerne von Nächstenliebe gepredigt, das gilt blöderweise nicht einmal unter den Mitbrüdern im Priesteramt. Von der Vorbildwirkung absolut genial ………………

    Austreten aus der katholischen Kirche? Bei diesem Amtsverständnis wohl einzige sinnvolle Option.

  10. Das Schreiben von Hernn Kardinal Schönborn hat mich entsetzt und in mir einen heiligen Zorn erzeugt. Die Gemeinde von Gersthof stimmt mit mehr als 88% für die weitere Eigenständigkeit der Pfarre ab. Offensichtlich sind der Amtskirche diese Gläubigen vollkommen egal. Durch die Hintertüre führt die Amtskirche den Dechant aus Polen als Pfarrer in unserer Pfarre ein. Damit hat er für die Pfarre – außer in Wirtschaftsfragen – alleiniges Entscheidungsrecht und die Eigenständigkeit ist somit nur noch eine Frage der Zeit. Grandios. Für wie blöd hält der Herr Kardinal die Gläubigen in unserer Pfarre? Der heilige Zorn kocht in mir immer mehr auf….. HR i. R. Dr. Heinrich Bica

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