Zum Tag des Judentums (15.1.)

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Am 17. Jänner wird in Österreich der „Tag des Judentums“ begangen. Dabei soll an die Wurzeln von Religion und Kultur des sogenannten „christlichen Abendlandes“ im Judentum erinnert werden. Zugleich soll aber auch an die in der Geschichte immer wiederkehrenden Verfolgungen der Juden und der Zerstörung ihrer Kulturgüter gedacht werden, von den mittelalterlichen Pogromen bis hin zum Holocaust …

In diesem Sinne haben sich Wiener Christen von Hietzing bis Döbling zusammengetan, um ein eindrucksvolles Programm zu diesem Tag bereits am 15. Jänner um 16.00 Uhr im Döblinger Bezirksmuseum, 1190 Wien, Döblinger Hauptstraße 96 (Straßenbahn 37), zu gestalten.

2015_01_07_DSCN0445_Synagoge GedenktafelIm Gedenken an die im November-Pogrom 1938 zerstörte Döblinger Synagoge wird in der nahe gelegenen Villa Wertheimstein, dem Ort des letzten Wiener „Salons“ (heute Döblinger Bezirksmuseum), eine umfassende Begegnung angeboten: Der Theologe Univ.Prof.DDr.P.Georg Braulik wird über „Die Heiligen des Alten Testaments“ sprechen, die Kunsthistorikerin Dr. Gabriele Kohlbauer-Fritz vom Jüdischen Museum Wien über „Jüdische Kultur am Beispiel Döbling“, und der Architekt Dr. Pierre Genée lässt an Hand von Computerrekonstruktionen die Döblinger Synagoge wieder in ihrer ehemaligen Umgebung lebendig werden.

Ein Urenkel von Julius Lederer, dem Stifter der einstigen Döblinger Synangoge, Staatsanwalt Eytan Lederer, kommt als Zeitzeuge persönlich aus Haifa/Israel, um Worte der Erinnerung an seinen Urgroßvater zu sprechen. Christliche Geistliche und ein jüdischer Kantor schließen die Feierstunde ab.

Ein detailliertes Programm ist hier verfügbar.

Die weit verzweigte Familie Lederer hat diese Veranstaltung zum Anlass einer Familienbegegnung genommen und kommt aus aller Welt in der Villa Wertheimstein zusammen.

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