Geboren – nicht gelebt (9.4.)

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Seit vielen Jahren denken wir am Freitag nach Ostern an Babies, die in der Schwangerschaft, bei der Geburt oder kurz danach verstorben sind. In früheren Jahren gab es für diese Kinder meistens keine Abschiedsfeier, oft keine Nottaufe, kein Begräbnis. Diese Situation bedeutete für alle vom Tod der Babies betroffene Eltern, Angehörige, Ärzte, Hebammen…eine zusätzliche Belastung.

Als Gemeinde war es uns daher ein besonderes Anliegen, die Not der Menschen zu sehen und Halt in einer verzweifelten, trostlosen Situation zu ermöglichen. Die Feiern wurden von Frauen geleitet – jeweils abwechselnd von evangelischen und katholischen Christinnen und ein Gedenkplatz rechts vorne in der Kirche ist ein steter Platz der Trauer, des Trostes, der Erinnerung.

Glücklicherweise hat sich inzwischen die Einstellung des Personals in den Krankenhäusern erheblich verändert: Den trauernden Eltern wird Zeit und Raum gegeben um sich von ihrem Kind zu verabschieden, psychologische und psychotherapeutische Hilfe wird angeboten, Beistand der Vertreter des jeweils eigenen Glaubensbekenntnisses wird ermöglicht, den Bedürfnissen Betroffener wird bestmöglich entsprochen, ein Begräbnis angeboten.

Deshalb werden wir das Gedenken an verstorbene Babies in den nachösterlichen Auferstehungsgottesdienst einbeziehen, zu dem wir sehr herzlich einladen: 9.April um 8.00 in der Pfarrkirche.

Regina Hüpfl, Hemma Gamillscheg

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