„Schreiben gegen die Einsamkeit“ – Firmkandidat*innen machen mit

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Schreiben gegen die Einsamkeit – Alltagshelden und -heldinnen in der Coronakrise

Der Lock-down und die Einschränkungen des Alltags aufgrund von Corona haben uns alle getroffen. So kamen auch die Firmvorbereitung in Gersthof zum Stillstand und bald war es klar, dass die Firmung nicht im Mai wie geplant stattfinden wird. Dennoch war und ist es wichtig, in Kontakt zu bleiben. Und so hat es sich ergeben, dass eine Gruppe Jugendlicher auf dem Weg zur Firmung von der großartigen Idee „Schreiben gegen die Einsamkeit“ der YoungCaritas erfahren hat und sofort bereit war, bei der Briefaktion mitzumachen. Auch sie wollten sich für die älteren Menschen einsetzen, die coronabedingt ganz stark unter dem Besuchsverbot in den Pflegewohnhäusern und unter Einsamkeit litten.

Gemeinsam mit dem Caritashaus St. Barbara im 23. Bezirk und unserer Lotsengruppe wurden schnell 7 Brieffreundschaftspaare gefunden. Jede Woche wurden Briefe und auch Zeichnungen von Johannes, Clara, Mathilda, Sophie, Nora, Johanna und auch von mir verfasst und ins Haus geschickt. Dort wurden sie von der Zuständigen, Frau Kuk, ausgedruckt und vorgelesen. Wie wir heute erfahren haben, war dies immer das Highlight der Woche und die betagten Bewohnerinnen haben jede Woche ungeduldig darauf gewartet.

Mittlerweile ist von beiden Seiten der starke Wunsch entstanden, dass man sich auch persönlich sehen möchte. Dieser Nachmittag rückt nun in greifbarer Nähe und wird bereits geplant. Dann treffen die Brieffreundpaare das erste Mal aufeinander und die Jugendlichen können ihre Anna, Maria, Edith, Adele und Elfriede persönlich kennenlernen.

Die Aktion „Schreiben gegen die Einsamkeit“ war und ist ein voller Erfolg. In ganz Wien schreiben rund 600 Jugendliche und über 4.000 Briefe wurde schon verschickt. So ein tolle Geschichte macht auch vor dem ORF nicht halt und wir bekamen die einzigartige Gelegenheit, diese Aktion stellvertretend für alle anderen schreibenden Jugendlichen, vor die Linse zu bringen. Protagonistin wurde Johanna.

Gedreht wurde zuerst im privaten Umfeld und dann im Pflegeheim. Das ORF-Team wollte die erste Begegnung der beiden Brieffreunde einfangen und die Geschichte dahinter erzählen, wie ein 15-jähriges Mädchen dazu kommt, eine Brieffreundschaft mit einer um 75 Jahren älteren Person zu beginnen.

Es war ein spannender Drehtag und auch 2 Mädls aus der Lotsengruppe waren zur Unterstützung da. Aufregend war es auch, das Kamerateam und die Reporterinnen bei der Arbeit zu erleben und zu sehen, wieviel Zeit und Einsatz für ca. 3-5 Minuten Sendezeit benötigt werden. In jedem Fall ein tolles Erlebnis und ein tolle Aktion!

Der Bericht wird am Dienstag, 2. Juni, im ORF 2 in der Sendung Studio 2 ausgestrahlt, die um 17:30 Uhr beginnt.

Mit lieben Grüßen

Maria Schönhofer-Holler im Namen meiner engagierten Lotsengruppe

 

Fotos: Maria Schönhofer-Holler und Elisabeth Kuk 

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